Das IBACH Werk in Schwelm
  (Produktionsstätte bis 31.12.2007)







Der boomende Klavierbau im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts ließ Ibach nach neuen Fabrikräumen Ausschau halten. Nach dem bereits in Köln eine Niederlassung mit Kunstschreinerei gegründet war, suchte man für die Ausweitung der Produktion eine Stelle, die dem Stammsitz im Wuppertale möglichst nahe war. Im nahegelegen Schwelm bot sich die Möglichkeit, eine noch recht neue, ehemalige Textilfabrik zu übernehmen, mit eigener Wasserversorgung und Eisenbahnanschluß. Die Schwelmer Niederlassung wurde bereits nach kürzester Umbauzeit eingeweiht und zur Mitte der 1880er Jahre wurde hier produziert. Die IBACH Fabrik war bei ihrer Inbetriebnahme eine der modernstens Produktionsstätten des Rheinlandes und Westfalens.


 
 
Das Bild zeigt die Schwelmer Fabrik um 1900, mit großen Holzplätzen vor und hinter den eigentlichen Fabrikanlagen. Hier wurden ausschließlich Klaviere hergestellt, während die Flügelproduktion den Fabriken in Barmen und Berlin vorbehalten blieben. Nach den Zerstörungen des 2. Weltkrieges und dem allgemeinen Rückgang der Klavierindustrie in der ersten Hälfte des 20sten Jahrhunderts, wurden alle Produktionsstätten sowie die Verwaltung in Schwelm konzentriert.
Heute sind in Schwelm neben Fabrik und Verwaltung große Schauräume sowie das Ibach-Archiv untergebracht. Regelmäßig finden auch Ausstellungen und Konzerte im IBACH - Werk statt.
....und sollten Sie mal mit der Bahn durch Schwelm kommen - immerhin liegt Schwelm an der Strecke Dortmund-Hagen-Wuppertal-Köln  - dann achten Sie mal drauf. Unser Werk können Sie nicht übersehen...
 

 
 
Natürlich hat sich im Laufe der Zeit eine Menge bei IBACH getan....  

Eine Saitenspinnerei, wie sie hier zu Beginn unseres Jahrhunderts betrieben wurde, ist so bei IBACH nicht mehr zu finden.

 
 
Trotz der heute von IBACH eingesetzten modernsten Fertigungsverfahren,  wird der Handarbeit, die gerade im Klavierbau von immenser Bedeutung ist, allerhöchste Priorität eingeräumt.
 

 
Herr Neugebauer 

Am Biegebock für Flügel

Ein neuer Flügel wird bezogen
 

 
 
 

In der Bodenmacherei. 
Hier werden gerade Stege gestochen.

Vor dem Intonieren müssen die 
Hammerköpfe abgezogen werden.
 

 

Beim Tastenauswiegen.
Hier wird das Tastengewicht feinjustiert
 
 

Dämpfung setzen und regulieren.
 
 
 
 
 
 

 
 


     



© by  Florian Speer